Teneriffa ist die größte der Kanarischen Inseln, und an einem einzigen Tag kommt man von einem vulkanischen Strand bis an den Fuß eines über 3.700 Meter hohen Vulkans. Nur wenige Orte bieten so viel Kontrast: immergrüne Lorbeerwälder im Norden, eine Lavawüste im Zentrum und ein sonniger Süden fast das ganze Jahr.
Dieser Guide bündelt die Highlights — den Teide, La Laguna, Santa Cruz und Masca — sowie die Strände und ein paar Hinweise zum Fortbewegen. Und um die Städte und Winkel in deinem eigenen Tempo zu erkunden, findest du am Ende die Audioguides lokaler Guides.
Auf einen Blick
- Insel
- Die größte der Kanaren
- Ein Muss
- Der Teide, 3.715 m, Spaniens höchster Gipfel
- UNESCO-Welterbe
- Der Teide und La Laguna
- Klima
- Ewiger Frühling, das ganze Jahr
- Fortbewegung
- Mietwagen oder Busse (TITSA)
- Flughäfen
- Teneriffa Nord (TFN) und Süd (TFS)
Die Highlights Teneriffas
Vom Vulkan bis zur Küste: die sechs Ziele, die du nicht verpassen darfst, und wie du sie unterbringst.
Der Teide: Spaniens höchster Gipfel
Mit 3.715 Metern ist der Teide der höchste Berg Spaniens und das Herz eines Nationalparks, der zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt. Der Aufstieg führt durch eine Landschaft aus Lava, Strömen und mineralischen Farben, die wie von einem anderen Planeten wirkt — hier wurden sogar Science-Fiction-Filme gedreht.
Eine Seilbahn bringt dich in wenigen Minuten auf 3.555 Meter. Um den Gipfel (3.715 m) zu betreten, brauchst du eine kostenlose Genehmigung, die man vorab online beantragt, denn die Plätze sind begrenzt. Und nach Einbruch der Dunkelheit gehört der Himmel über dem Teide zu den besten der Welt für die Sternbeobachtung: Er ist geschützt und beherbergt Observatorien.
- Die Seilbahn: Sie fährt in etwa acht Minuten auf 3.555 m; im Voraus buchen und den Windbericht prüfen, der sie manchmal schließt.
- Die Gipfelgenehmigung: Für die letzten Meter zu Fuß bis zum Krater (bis 3.715 m) brauchst du eine kostenlose Genehmigung, die schnell vergriffen ist; beantrage sie Wochen im Voraus.
- Sternenhimmel: Der Park bietet mit die besten Bedingungen der Welt zur Sternbeobachtung; es gibt Aussichtspunkte und geführte Touren bei Sonnenuntergang.
Tipp: Zieh dich warm an, auch wenn es an der Küste heiß ist: Auf 3.500 Metern fällt die Temperatur stark und die Sonne brennt doppelt so stark.
Erkunde den Teide mit einem AudioguideLa Laguna: die Stadt, die nach Amerika reiste
San Cristóbal de La Laguna, die erste Hauptstadt der Insel, ist seit 1999 UNESCO-Weltkulturerbe. Ihre Altstadt war die erste unbefestigte Kolonialstadt, und ihr Schachbrettgrundriss diente vielen Städten als Vorbild, die später jenseits des Atlantiks in Amerika gegründet wurden.
Heute ist sie eine lebendige, autofreie Universitätsstadt mit Gassen voller bunter Häuser, Palästen und kanarischen Innenhöfen. Man erkundet sie in Ruhe zu Fuß, tritt in ihre Kirchen ein und wirft einen Blick in ihre Hauseingänge.
- Die Altstadt: Die Calle de la Carrera, die Kathedrale und die Kirche La Concepción mit ihrem Aussichtsturm.
- Kanarische Innenhöfe: Viele Herrenhäuser verbergen hölzerne Innenhöfe; in einige darf man hineinschauen.
- Studentisches Flair: Terrassen, Tavernen und gute Stimmung zu jeder Stunde, vor allem unter der Woche.
Tipp: Sie liegt zehn Minuten mit der Straßenbahn von Santa Cruz entfernt: Du kannst beide Städte am selben Tag sehen.
Entdecke La Laguna mit einem AudioguideSanta Cruz de Tenerife: die Hauptstadt am Meer
Santa Cruz, die Hauptstadt, ist als Hafen gewachsen und lebt bis heute zum Meer hin. Es ist eine Stadt der offenen Plätze, des Marktes, der guten Geschäfte und einer Uferpromenade, über die das Auditorio de Tenerife wacht — das weiße Segel des Architekten Santiago Calatrava, das zum Wahrzeichen der Insel geworden ist.
Im Februar findet hier einer der größten Karnevale der Welt statt, gleich nach dem von Rio. Und nur einen Steinwurf vom Zentrum entfernt liegt der Strand Las Teresitas mit goldenem Sand und ruhigem Wasser, ganz anders als die Strände mit schwarzem Sand im Rest der Insel.
- Das Auditorio und der Hafen: Calatravas Bauwerk und die Uferpromenade, am schönsten bei Sonnenuntergang.
- Plaza de España und Markt: Das Herz der Stadt und der Markt Nuestra Señora de África, um lokale Produkte zu probieren.
- Strand Las Teresitas: Etwa sieben Kilometer entfernt, in San Andrés: goldener Sand aus der Sahara und ruhiges Wasser.
Tipp: Wenn du im Februar reist, rechne mit dem Karneval: Die Stadt ist voll und Unterkünfte sind schnell ausgebucht.
Erkunde Santa Cruz mit einem AudioguideMasca und das Teno-Gebirge
Im äußersten Nordwesten birgt das Teno-Gebirge das Dorf Masca, eine Handvoll Häuser, die über einer spektakulären Schlucht kleben. Die Bergstraße dorthin, schmal und voller Kurven, ist ein Schauspiel für sich, mit Aussichtspunkten über die Klippen und das Meer.
Es ist die wildeste und grünste Seite Teneriffas, die der kleinen Dörfer und Wanderwege. Ganz in der Nähe liegt der Landschaftspark Anaga mit seinem Lorbeerwald, einer Art uraltem Wald, der nur an wenigen Orten der Welt überlebt hat.
- Das Dorf Masca: Steinhäuser über der Schlucht; komm früh, denn die Parkplätze sind sehr begrenzt.
- Die Teno-Straße: Schwindelerregende Kurven und Aussichtspunkte; fahr ruhig und halte in den Buchten für Fotos.
- Anaga-Wald: Lorbeerwald und nebelige Pfade im äußersten Nordosten; eine Insel in der Insel.
Tipp: Die Masca-Schlucht ist eine anspruchsvolle Wanderung mit festen Zeiten und Reservierung; das Dorf und die Aussichtspunkte genießt man auch ohne den Abstieg.
Lerne Masca mit einem Audioguide kennenDie Nordküste: Garachico und der Drachenbaum von Icod
Die Nordküste birgt zwei der beliebtesten Motive der Insel. In Icod de los Vinos steht der Drago Milenario, der berühmteste Drachenbaum der Kanaren: ein riesiger Baum von unmöglicher Form, ein wahres Symbol des Archipels, den man vom Park neben der Altstadt aus betrachtet.
Wenige Kilometer entfernt war Garachico der große Hafen der Insel, bis ihn 1706 ein Vulkanausbruch verschüttete. Heute ist es ein reizendes, ruhiges Dorf, und dieselbe Lava, im Meer erkaltet, formte El Caletón, natürliche Felsbecken, in denen man noch heute baden kann.
- Der Drachenbaum von Icod: Der Drago Milenario, ein Symbol der Kanaren; zu sehen vom Drago-Park neben der Altstadt.
- Garachico: Ehemaliger Hafen, 1706 von Lava verschüttet; heute eines der reizvollsten Dörfer des Nordens.
- El-Caletón-Becken: Natürliche Becken aus Vulkangestein, entstanden durch jenen Ausbruch, direkt bei Garachico.
Tipp: Icod und Garachico liegen ganz nah beieinander; sie lassen sich gut zusammen an einem halben Tag im Norden ansehen.
Strände und Fortbewegung auf der Insel
Teneriffa hat Strände für jeden Geschmack. Der Süden — Los Cristianos, Playa de las Américas, Costa Adeje — bündelt die großen Resorts, mit fast garantierter Sonne und gut ausgestatteten Stränden. Der Norden ist grüner und wellenreicher, mit Naturschwimmbecken und Buchten aus schwarzem Vulkansand.
Um alles zu sehen, hilft ein Mietwagen: Der Teide, Masca und der Norden liegen weit entfernt und sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwerer zu erreichen. Es gibt ein gutes Netz von Guaguas (den lokalen Bussen, TITSA), das die wichtigsten Orte verbindet, und eine Straßenbahn zwischen Santa Cruz und La Laguna. Die Insel hat zwei Flughäfen: den im Süden (TFS) für die meisten internationalen Flüge und den im Norden (TFN).
- Sonniger Süden: Los Cristianos, Las Américas und Costa Adeje: Resorts, Service und Sonne fast das ganze Jahr.
- Grüner Norden: Puerto de la Cruz, Naturschwimmbecken und Strände mit schwarzem Sand wie Playa Jardín.
- Fortbewegung: Auto für den Teide und den Norden; Guaguas (TITSA) und Straßenbahn für die Städte.
Tipp: Wenn du nur für einen Tag ein Auto mietest, heb es dir für den Teide und Masca auf, wo du es am meisten schätzen wirst.
Erkunde Teneriffa in deinem Tempo
Mit einem selbstgeführten Audioguide erkundest du den Teide, La Laguna, Santa Cruz oder Masca, wann du willst und in deinem eigenen Tempo, mit den Erklärungen eines lokalen Guides im Ohr. Du kaufst ihn einmal und hörst ihn in der App, wann es dir passt, ohne von Fahrplänen oder Gruppen abhängig zu sein.
Häufige Fragen
Wie viele Tage braucht man für Teneriffa?+
In vier oder fünf Tagen siehst du das Wesentliche: den Teide, La Laguna, Santa Cruz, Masca und den einen oder anderen Strand. Eine Woche lässt dich alles in Ruhe genießen und den Norden und Anaga hinzufügen.
Kann man den Teide besteigen? Braucht man eine Genehmigung?+
Eine Seilbahn fährt bis auf 3.555 Meter. Um zu Fuß den Gipfel auf 3.715 Metern zu erreichen, brauchst du eine kostenlose Genehmigung, die man vorab online beantragt, denn die Plätze sind begrenzt.
Wann ist die beste Zeit für Teneriffa?+
Dank des Klimas des ewigen Frühlings kann man die Insel das ganze Jahr besuchen. Der Süden ist trockener und sonniger, der Norden grüner und feuchter. Im Februar füllt der Karneval von Santa Cruz die Insel.
Braucht man auf Teneriffa ein Auto?+
Für den Teide, Masca und den Norden ist es sehr zu empfehlen. Es gibt Guaguas (TITSA) und eine Straßenbahn zwischen Santa Cruz und La Laguna, aber ein Auto gibt dir viel mehr Freiheit.
Was sind die Highlights auf Teneriffa?+
Der Teide und sein Nationalpark, La Laguna (Weltkulturerbe), die Hauptstadt Santa Cruz, Masca, der Drachenbaum von Icod und die Strände, vom sonnigen Süden bis zu den Buchten mit schwarzem Sand im Norden.





