München · Aussichtspunkte

Die Aussichtspunkte der Münchner Altstadt

Drei Türme, drei Wege nach oben: welcher passt, je nach Kondition, Budget und Uhrzeit.

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Aktualisiert · 30. September 2026

Múnich: el casco antiguo en 10 paradas
Titelbild von „Múnich: el casco antiguo en 10 paradas“, einer Tour von Andrea Helena G.

In der Münchner Innenstadt gibt es drei Türme, auf die Sie hinaufkönnen, alle nur wenige Gehminuten voneinander entfernt: den Alten Peter, den Südturm der Frauenkirche und den Turm des Neuen Rathauses. Der Blick von oben ist ähnlich; unterschiedlich ist, wie Sie hinaufkommen.

Einer wird komplett zu Fuß bestiegen, einer kombiniert Treppe und Aufzug, und der dritte geht nur mit dem Aufzug, zu einer gebuchten Zeit. Dieser Überblick vergleicht alle drei mit den Preisen und Öffnungszeiten, die jeder für 2026 veröffentlicht.

Kurz gefasst

Alter Peter
306 Stufen, 5 Euro
Frauenkirche, Südturm
Wendeltreppe und Aufzug, 7,50 Euro
Rathausturm
Aufzug, ab 7 Euro, mit gebuchtem Zeitfenster
Ohne Treppen
Nur der Rathausturm
Ohne Buchung
Alter Peter: Sie zahlen vor Ort
Die Alpen
Bei klarer Sicht von allen dreien zu sehen

Die drei Türme im Einzelnen

Wie Sie hinaufkommen, was es kostet, wann geöffnet ist und was Sie sehen.

Alter Peter: der Klassiker, zu Fuß

Der Turm von St. Peter, der ältesten Pfarrkirche Münchens, ist der Aussichtspunkt schlechthin und wird komplett zu Fuß bestiegen: 306 Stufen, kein Aufzug, bis zu einer Plattform in 56 Metern Höhe. Dort oben war einst die Stube des Turmwächters, der bis 1901 Alarm schlug, wenn es irgendwo in München brannte.

Von der Plattform aus haben Sie den Marienplatz mit dem Neuen Rathaus vor sich und dahinter die Türme der Frauenkirche. Bei guter Sicht, vor allem bei Föhn, sind die Alpen zu sehen. Die Stadt weist darauf hin, dass man schwindelfrei und fit im Treppensteigen sein sollte.

  • Aufstieg: 306 Stufen, kein Aufzug.
  • Preis: 5 Euro; ermäßigt 3 (Studierende, Senioren ab 65 und Menschen mit Behinderung); 6 bis 18 Jahre 2; unter 6 Jahren frei.
  • Öffnungszeiten: April bis Oktober täglich 9 bis 19.30 Uhr. November bis März am Wochenende und an Feiertagen ebenso, Montag bis Freitag 9 bis 18.30 Uhr. Letzter Einlass eine halbe Stunde vor Schluss.

Tipp: Reservieren geht nicht: Das Ticket kaufen Sie vor Ort, und es gilt für den Zeitpunkt des Kaufs.

Von einer Münchner Gästeführerin erzählt

Südturm der Frauenkirche: der höchste, hinter Glas

Der Dom hat zwei Türme, zugänglich ist aber nur der Südturm, der im März 2022 nach zehn Jahren Sanierung wieder öffnete. Laut dem offiziellen Stadtportal ist er der höchste öffentlich zugängliche Aussichtspunkt der Altstadt. Der Aufstieg beginnt in der Südkapelle rechts vom Hauptportal: zuerst eine enge Wendeltreppe mit knapp neunzig Stufen, dann ein kleiner Aufzug für vier Personen bis in die Turmstube.

Oben gibt es keinen Balkon: Sie schauen durch sechzehn Fenster, die sich nicht öffnen lassen, mit kleinen Stufen, um direkt an die Scheiben zu treten. Dafür sehen Sie den nicht besteigbaren Nordturm aus nächster Nähe und bei klarer Sicht die Alpen. Die Treppe ist so eng, dass der Dom selbst Menschen mit Platzangst vom Besuch abrät.

  • Aufstieg: Wendeltreppe, dann Aufzug.
  • Preis: 7,50 Euro; ermäßigt und 7 bis 16 Jahre 5,50; bis 6 Jahre frei. Familie (zwei Erwachsene, zwei Kinder) 21 Euro.
  • Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 10 bis 17 Uhr, Sonn- und Feiertage 11.30 bis 17 Uhr. Letzter Aufstieg um 16.30 Uhr.

Tipp: Tickets gibt es im Domshop in der Kirche und online. Oben dürfen sich bis zu 60 Personen gleichzeitig aufhalten, und der Turm kann bei besonderen Anlässen kurzfristig schließen.

Rathausturm: mit Aufzug und fester Zeit

Das ist die bequeme Variante: Ein Aufzug bringt Sie in wenigen Sekunden auf 85 Meter Höhe, mitten am Marienplatz. Von der Plattform aus haben Sie den Alten Peter direkt gegenüber, auf der einen Seite die Frauenkirche, auf der anderen das Alte Rathaus und im Norden die Theatinerkirche. Spielt das Wetter mit, zieht sich im Süden die Alpenkette über den Horizont.

Gebucht wird in Zeitfenstern von 20 Minuten, oben sind höchstens 30 Personen. Sie müssen pünktlich im 4. Stock des Rathausturms sein; der Aufzug liegt im Durchgang zum Prunkhof. Rucksäcke und größere Taschen sind nicht erlaubt, und da es keine Schließfächer gibt, geben Sie sie beim Pförtner ab.

  • Aufstieg: Mit dem Aufzug, ohne Treppen.
  • Preis: Ab 7 Euro.
  • Öffnungszeiten: Täglich 10 bis 20 Uhr, letzte Auffahrt gegen 19.40 Uhr.

Tipp: Tickets gibt es online oder in der Tourist-Information am Marienplatz; eine Stornierung ist bis 24 Stunden vorher kostenlos.

Welcher Turm passt

Wer den klassischen Aufstieg möchte und Treppen nicht scheut, ist beim Alten Peter richtig: Er ist der günstigste und hat den Marienplatz mit dem Neuen Rathaus direkt vor sich. Wer den höchsten Punkt der Altstadt sucht, nimmt den Südturm der Frauenkirche, blickt dort aber durch Glas. Wer keine Treppen steigen will oder kann, für den ist der Rathausturm der einzige, der nur per Aufzug erreichbar ist.

Alle drei liegen nur wenige Gehminuten auseinander und lassen sich kombinieren. Wenn Sie nur auf einen wollen, achten Sie auf die Uhrzeit: Der Alte Peter öffnet um 9 Uhr, der Rathausturm schließt am spätesten, um 20 Uhr, die Frauenkirche am frühesten, um 17 Uhr.

  • Am günstigsten: Alter Peter, 5 Euro.
  • Ohne Treppen: Der Rathausturm.
  • Am höchsten: Der Südturm der Frauenkirche.
Was der Audioguide enthält

Bevor Sie hinaufgehen

Schauen Sie vor dem Bezahlen in den Himmel. Alle drei versprechen die Alpen, zu sehen sind sie aber nur bei klarer Sicht; an Föhntagen reicht der Blick besonders weit. Bei Dunst sehen Sie die Stadt, aber nicht die Berge.

Wenn Sie mit jemandem mit eingeschränkter Mobilität unterwegs sind: Keiner der drei Türme ist vollständig barrierefrei. Der Alte Peter hat nur Treppen, die Frauenkirche kombiniert Treppe und Aufzug, und beim Rathausturm ist der Besuch laut Anbieter nur eingeschränkt barrierefrei.

  • Kapazität: Frauenkirche 60 Personen gleichzeitig, Rathausturm 30.
  • Sicht: Die Alpen nur bei klarem Wetter.
  • Barrierefreiheit: Keiner der drei ist vollständig barrierefrei.

Und unten die Geschichte zu dem, was Sie von oben sehen

Von jedem der drei Türme sehen Sie die ganze Altstadt: die Plätze, die Dächer, die Kirchen. Was Ihnen der Blick nicht verrät, ist, was an jedem dieser Orte geschehen ist, und genau das erzählt man sich auf der Straße.

In der App gibt es einen Audioguide zur Altstadt, aufgenommen von einer gebürtigen Münchner Gästeführerin: zehn Stationen in Ihrem eigenen Tempo, mit ihrer Stimme im Ohr. Er ist auf Spanisch gesprochen. Einmal kaufen, aufs Handy laden und offline nutzen, ohne Gruppe und ohne feste Zeit.

  • In Ihrem Tempo: Sie starten, wann Sie wollen, und halten, wo Sie möchten.
  • Von einer Einheimischen: Aufgenommen von einer gebürtigen Münchnerin.
  • Einmal kaufen: Herunterladen und offline nutzen.
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Was Sie von oben sehen, unten erzählt

Von den Türmen aus sehen Sie Plätze und Dächer. Die Geschichte jedes Winkels erzählt eine gebürtige Münchnerin in ihrem Audioguide zur Altstadt, auf Spanisch gesprochen, einmal gekauft, heruntergeladen und offline nutzbar.

Häufige Fragen

Welcher Münchner Aussichtspunkt hat keine Treppen?+

Der Rathausturm am Marienplatz: Sie fahren mit dem Aufzug hinauf, in einem gebuchten Zeitfenster von 20 Minuten. In der Frauenkirche geht es vor dem Aufzug eine Wendeltreppe hinauf, und beim Alten Peter sind es 306 Stufen.

Welcher Aussichtspunkt ist am günstigsten?+

Der Alte Peter: 5 Euro regulär. Der Südturm der Frauenkirche kostet 7,50 Euro, der Rathausturm ab 7 Euro.

Muss man buchen?+

Beim Rathausturm ja, weil er in Zeitfenstern von 20 Minuten funktioniert; Tickets gibt es online oder in der Tourist-Information am Marienplatz. Beim Alten Peter ist keine Reservierung möglich: Sie zahlen vor Ort. Die Frauenkirche verkauft ihre Tickets im Domshop in der Kirche und online.

Von wo sieht man die Alpen?+

Von allen dreien, sofern das Wetter klar ist. Bei Föhn ist die Fernsicht besonders gut.

Kommt man mit dem Rollstuhl hinauf?+

Keiner der drei Türme ist vollständig barrierefrei. Der Alte Peter hat nur Treppen, der Südturm der Frauenkirche kombiniert Wendeltreppe und Aufzug, und der Rathausturm ist laut Anbieter nur eingeschränkt barrierefrei.

Kann man die Geschichte der Altstadt ohne Gruppe kennenlernen?+

Ja. In der App gibt es einen Audioguide zur Altstadt, aufgenommen von einer gebürtigen Münchnerin und auf Spanisch gesprochen: zehn Stationen in Ihrem Tempo, einmal gekauft, heruntergeladen und offline nutzbar.

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